Ulrike Jakubek
Hasenbergstraße 56
70176 Stuttgart
Tel./Fax: (07 11) 61 17 05
www.jakubek.de
Vita:
- 1955 in Nördlingen geboren
- 1974-1981 Staatliche Akademie der Bildende Künste Stuttgart, Studium der Kunsterziehung mit Schwerpunkt Malerei
- 1975-1978 Universität Stuttgart Beifachstudium Kunstwissenschaft
- 1981-1997 Erwerbstätigkeit (Fremdsprachenschule und Agentur für Text und Visuelle Kommunikation)
- Seit 1997 freischaffend (Abstr akte Farbfotografie und Malerei)
- Seit 2004 Arbeitsschwerpunkt Abstrakte Fotokunst
- Mehrfache Studienaufenthalte auf Lanzarote
Ausstellungen:
-
2006 Buchhandlung + Galerie Hermann, Laupheim: „Metamorphosen“ /
Ausstellung im Atelier, Stuttgart: „Neue Arbeiten“ - 2005 Therapiezentrum Herdweg, Stuttgart: „Entdeckungen“
- 2004 SchmuckWerk, Stuttgart:„Entdeckungen“ /
Ausstellung im Atelier, Stuttgart: „Neue Arbeiten“ - 2003 Galería Tierra, Teguise, Lanzarote: „Descubrimientos” /
Ausstellung im Atelier, Stuttgart: „Neue Arbeiten“ - 2001 Braunstein+Berndt GmbH, Backnang /
Office Innovation Center Fraunhofer-Gesellschaft, Stuttgart /
Galería El Orco, Puerto Calero, Lanzarote: „Ein anderer Blick auf Lanzarote” - 2000 Ausstellung im Atelier, Stuttgart: „Neue Arbeiten“
- 1997 Ausstellung im Atelier, Stuttgart: „Neue Arbeiten“
- 1993 Braunstein+Berndt GmbH, Leutenbach
Künstlerische Arbeit:
Wie entsteht ein Bild? Es entsteht nicht eigentlich, es ist schon da – es will einfach entdeckt werden. Unscheinbar, vielleicht sogar hässlich mag zunächst erscheinen, wonach ich suche. Motive, die sich in der Fülle des Alltäglichen verstecken.
Kunst beginnt als Entdeckungsreise. Der Künstler braucht nichts als den offenen Blick für das, was ihm begegnet. Die Begegnung bahnt sich unauffällig an, in einer neutralen, scheinbar gewöhnlichen Umgebung aus lauter einfachen Dingen. Nicht selten hat die Struktur das erste Wort, oder die Farbe. Besonders die gebrochene Farbe, die Spuren der Vergangenheit trägt und ihre „Lebensgeschichte“ erzählt.
Die Kreativität? Sie liegt darin, das Gefundene sprechen zu lassen, es aus dem Stimmengewirr zu isolieren. Etwas Neues zu schaffen durch den fotografischen Ausschnitt: das eigentliche Bild herauszuschneiden aus dem, was es umgibt und verdeckt.
Dieser Blick, dieser Augenblick der Konzentration ist für mich das Wesentliche. Denn in der Begegnung geschieht das Entscheidende: Weite Landschaft verwandelt sich in eine Komposition aus grafischen Elementen, ein rostiges Schild wird zum abstrakten Acker, oder ein Baumstamm erwacht, kaum spürbar, als fabelhaftes Tier. Oft wird ein Detail zum entscheidenden Auslöser. Verfremdung kann diesen Prozess verstärken – manchmal einfach durch eine Drehung, durch große Nähe, durch Weglassen. Die Arbeit besteht darin, einen Moment lang die Sehgewohnheiten aufzubrechen.
In diesem Moment entsteht das ganze Bild: festgehalten ohne jede Inszenierung, spezielle Optik oder Materialien. Merkmale technischer Perfektion wie Schärfe spielen eine untergeordnete Rolle. Die Optik ist das Bild selbst, und wenn es gefunden ist, spricht es für sich. Danach geschieht nichts mehr, kein „künstlerischer“ Eingriff, keine technische Aufbereitung, kein weiterer Schnitt. Der Abzug dokumentiert den Augenblick der Begegnung mit dem visuellen Objekt – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
.