HGV | 20 Jahre nach Tschernobyl – Jahrestag des bekanntesten Unfalls
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20 Jahre nach Tschernobyl – Jahrestag des bekanntesten Unfalls

In der Nacht vom 25. auf den 26. April jährt sich der bislang schwerste Unfall in der zivilen Kernkraftnutzung zum 20. mal. Die Zahl der Opfer, die dieser „Super GAU“ forderte, bleibt weiter umstritten – die Zahlen liegen je nach Quelle zwischen dreißig und mehreren hunderttausenden. Unumstritten ist jedoch, das auch heute noch große Teile der Ukraine, Russlands und Weißrusslands unbewohnbar und auf nicht absehbare Zeit verseucht sind. Dieser Jahrestag sollte daran erinnern, das die Kernkraft weiter eine äußerst umstrittene Art der Energiegewinnung ist und viele Risiken und ungeklärte Fragen beinhaltet, wie z.B. die ungelöste Frage der Abfallentsorgung und der begrenzte Uran-Vorrat. Alleine in Deutschland kam es im letzten Jahr zu 137 „meldepflichtigen Ereignissen“. Allerdings sind die 17 aktiven Kraftwerke in Deutschland denoch im internationalen Vergleich relativ sicher. Dies gilt leider bei weitem nicht für alle der 444 weltweit in 31 Ländern betriebenen Anlagen. Im heutigen Russland sind beispielsweise noch 11 Atomkraftwerke in Betrieb, die baugleich mit Tschernobyl sind – andere Kraftwerke gehen noch auf Pläne aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zurück und haben die maximal geplante Betriebsdauer von 30 Jahren überschritten. Der 20. Jahrestag des „Super GAU“ (größter anzunehmender Unfall) in Tschernobyl sollte aber auch daran erinnern, dass er nicht der einzige, sondern lediglich der bislang schwerste Unfall in einer langen Reihe von Katastrophen der Atomkraft war: Majak (UDSSR, 1957), Windscale (England, 1957), Three Mile Island-Reaktor in Harrisburg (USA, 1979) , Testreaktor in Lucens (Schweiz, 1969) – um nur die schwersten zu nennen.

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