HGV | HGV – Politstammtisch am 12.05.2014
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HGV – Politstammtisch am 12.05.2014

Ort: Ratskeller am Rathausplatz
Start: 19:30 Uhr
Ende: 23:00 Uhr
 
Anwesender HGV Vorstand: Schäfer (1. Vorsitzende), von der Weppen, Bach, Schwarz

Herr Gerhard Bach hat den Abend moderiert.
 
Durch die Persönlichkeitswahl haben die Wählerinnen und Wähler einen sehr großen Einfluss auf kommunaler Ebene. Deshalb ist es ein großes Anliegen des HGV Stuttgart Stadt, seine Mitglieder direkt mit den Kandidaten zusammenzubringen. So können im lockeren, direkten Stammtisch-Gespräch offene Fragen
und Anregungen geklärt werden.

Es fanden sich am ersten „HGV Polit-tammtisch“ unter dem Motto Kummunalwahl im Ratskeller in
Stuttgart Hochkaräter der einzelnen Franktionen ein. Zusammen mit den Mitgliedern des HGV Stuttgart Stadt e.V. entstanden bei Linsen mit Spätzle und kühlem Blonden anregende Gespräche.
 
Begrüßen durften wir die Kandidaten Frau Silvia Fischer (Grüne), Herrn Alexander Kotz (CDU), Herrn Hans H. Pfeifer (SPD) und Herrn Jürgen Zeeb (Freie Wähler). Herr Dr. Matthias Oechsner (FDP) hatte sich entschuldigt. Durch eine persönliche Vorstellung, der Herkunft und Interessen der einzelnen Kandidaten wurde ein gutes Bild von der Kompetenz und ihrer Konzepte vermittelt.
 
Besprochene Themen:
 
Saturiertheit der Region
Die individuelle Übersättigung des Wohlstandsbürgers, der wenige eigene Bedürfnisse, Reaktionen und Willensäußerungen an den Tag legt. Vielmehr erzeugen Medien, Werbung und Propaganda gleichsam von außen künstlich Bedürfnisse. An Kreativität, Spontaneität oder Engagement hat der Saturierte nur bedingt Interesse und zeigt sich dazu kaum in der Lage.
 
Existenzgründer in Stuttgart
Viele Anreize sind nicht mehr gegeben, sich selbstständig zu machen z. B. aus Gründen wie hochbezahlten Jobs (Porsche, Daimler, Bosch usw.) oder eben wegen nicht zu stemmenden überhöhten Mieten. Viele Gründer sind gezwungen, aus der Stadt zu ziehen, um eine Existenz zu gründen. Es müssen mehr Appelle folgen, die staatlichen Förderinstrumente wieder weiter auszubauen anstatt sie einzugrenzen.
 
Urbanität
Die Anmutung von Urbanität ergibt sich grundsätzlich sowohl aus bestimmten Mustern baulicher Strukturen als auch aus bestimmten Musternvon Funktionen bzw. der Benutzung eines Raums. Stimmen die wahrgenommenen Muster mit dem überein, was eine Person oder eine Mehrzahl von Personen als typisch städtisch begreift, wird dem entsprechenden Raum Urbanität zugesprochen.
 
Wohnungsbau
Rein rechnerisch verschwinden mehr Wohnungen vom Markt als neue gebaut werden z. B. durch Verfall oder Familienauflösungen, wodurch anstatt fünf Personen nur noch eine Person in einer Wohnung lebt. Aber geeignete Bauflächen sind in Stuttgart rar. Doch es gibt sie. Nach den Plänen der Stadt können in den nächsten 10 Jahren noch bis zu 30 Tausend Wohnungen entstehen.
 
Parkraum
Durch das Parkraummanagement in Stuttgart ergaben sich positive wie negative Folgen. Tagsüber macht sich nun durch die Parkgebühren eine deutlich höhere Verschiebung sichtbar, d. h. PKWs blockieren nicht tagelang Parkplätze. Negativ ist, dass durch bauliche Maßnahmen wie Begrenzungspfosten oder Erweiterungen der Parkplätze teilweise keine Möglichkeit zum Be- und Entladen besteht, was mit Strafzetteln geahndet wird. Die Idee ist, die Vorschriften zu lockern und die Politessen dahin zu schulen mit „gesundem Menschenverstand“ zu reagieren und zu handeln. Zudem sind die Parkausweise mit 240€ im Jahr für Unternehmer grundsätzlich zu teuer – daran wird sich aber leider nichts ändern.
 
Um bei allen diesen und weiteren Themen mitzuentscheiden, heißt es – Wählen gehen!
Denn nicht zur Wahl zu gehen, bedeutet Zustimmung und Zufriedenheit mit der Politik.
Am Ende führt dies aber zu einer „Herrschaft der Wenigen“, die nichts mehr mit einer Demokratie zu tun hat.
 
Im Namen des HGV-Stuttgart Stadt e.V. bedanken wir uns bei den Fraktionskandidaten und bei unseren Mitgliedern, die an dem rundum spannenden, informativen und sehr interessanten ersten HGV Polit-Stammtisch teilgenommen haben.
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